home   

    sitemap    

    search    

     help     

   guestbook   

     contact     

 

 
 
 
 
 

 

More Umoja

- Umoja the photos
- This page in English


More Africa in Denmark:

- African Culture in Denmark
- African fashion
- Photos: Kente Dancers
- Photos: Titambe Dance Company
- Photos: Tchando
- African hair design
- Danish Kenyan Friendship association

Click here to recommend the page to a friend.

 

 

Shop now!

CD: Umoja - Spirit of Togetherness

CD: Umoja - Spirit of Togerness
Music from the show
Shopping info

Ipi Ntompi
VHS (NTSC) Video from an earlier show by the creators of Umoja
Shopping info

 

Umoja - Der Geist des Miteinanders

German language version: Umoja - The Show. Juni 2003

UmojaZwei langjährige Freunde und Feierlichkeiten sind dafür verantwortlich, dass eine einzigartige Truppe von afrikanischen Tänzern und Sängern wieder zusammenkamen. Todd Twala und Thembi Nyandeni wuchsen während der Apartheid in den südafrikanischen Townships auf. Durch ihren Tatendrang und ihre Karrieren bekamen sie die seltene Chance, auch die Welt außerhalb davon ebenfalls kennenzulernen. Das wurde damals nur einer kleinen Anzahl von "Schwarzenshows" erlaubt, eben weil die weißen Herren Südafrikas sie als harmlose Folklore mit primitiven Stammestänzen ansahen.

Als die Rassentrennung 1994 endgültig abgeschafft war, wurden die Arbeitsbedingungen besser. Ende 2001 feierte die Show "UMOJA - Der Geist des Miteinanders" im Londoner East End Premiere. Die Tänzer stammten aus einer Tanzschule in Soweto. Es ist ein erstaunliches Projekt, vortrefflich dazu geeignet, die Jugendlichen von der Straße zu holen. Doch es handelt sich beileibe nicht um eine Gruppe von Straßenkindern, die für Almosen spielt - die Crew von UMOJA besteht aus zur Zeit 36 professionellen Tänzern, Sängern und Musikern, die weltweite Einladungen erhalten und deren Vorstellungen rund um den Globus besprochen werden.

Umoja

UMOJAs Auftauchen am Ort einer Aufführung gleicht inzwischen von der Logistik und dem technischen Aufwand dem, was man aus dem internationalen Musikgeschäft gewöhnt ist. Glücklicherweise ist die Truppe von einem unerschütterlichen Enthusiasmus beseelt, der ihr bisher geholfen hat, den Wechsel auf die internationale Bühne ohne Probleme zu überstehen. Die offensichtliche, ehrliche Freude der Künstler, mit der sie auf der Bühne agieren, bleibt beim Publikum nicht unbemerkt: Der Funke springt immer über und berührt direkt die Herzen, was sich sofort an der Atmosphäre zeigt. Die vibrierende Energie der vielfältigen Darbietungen macht es unmöglich, den Blick abzuwenden.

UmojaSie unterscheiden sich zwar in Art und Umfang, doch der Glanz der Schönheit und die grandiose Einzigartigkeit des afrikanischen Kontinentes zeigen sich unabhängig davon bei jeder Einzelnen. Ob die athletisch gebauten Männer rituelle Kriegertänze aufführen oder die Tänzerinnen für einen Jitterbug über die Bühne führen - es ist garantiert für jeden Zuschauer etwas dabei. UMOJA erzählt die Geschichte der südafrikanischen Musik von Stammestänzen hin zu Kwela, von den Gummistiefel-Tänzen der Minenarbeiter bis zum Sound des Kwaito und Pantsula, die heutzutage in den großen Städten populär sind. Kultur und Musik gehören schon immer gemeinsam zur Geschichte des Landes. Der weißhaarige Erzähler Hope Ndaba verbindet die verschiedenen Songs mit Kommentaren und eigenen Erinnerungen an vergangene Zeiten untereinander zu einer homogenen Einheit. Seine äußerliche Ähnlichkeit mit Nelson Mandela ist möglicherweise nicht ganz unbeabsichtigt. Jede Form von Vergleich mit dem großen Vater der Nation scheint deshalb geradezu unausweichlich zu sein und ist ihm hochwillkommen. Doch obwohl ich die Show sehr mag, habe ich trotzdem meine eigenen, durchaus abweichende Ansichten über deren Intention: Kann es sein, dass der kommerzielle Erfolg die Zähne gegenüber den wichtigsten Dingen der südafrikanischen Geschichte hat stumpf werden lassen? Die sozialen Aufgaben nach sechsundvierzig Jahren des Schreckens rassistischer Unterdrückung finden bei UMOJA lediglich als "harte Zeiten" Erwähnung. Sobald ein neues Lied beginnt, sieht alles wirklich nicht mehr so schlimm aus. Ein wichtiges Kapitel im Buch der Geschichte wird hier leider in sehr kleinen Buchstaben geschrieben. Ich hoffe, dass dem nicht so ist, weil die Schöpfer von UMOJA fürchten, das hauptsächlich europäische Publikum zu provozieren. Sicherlich ist Vergebung heutzutage eine Hauptaufgabe, der sich unsere Gesellschaft zu stellen hat, doch deshalb darf man die Vergangenheit weder ignorieren noch sie vergessen.

"Durch OMOJA lernen Sie nicht nur etwas über andere Kulturen, sondern auch etwas über sich selbst: Wer Sie sind, woher Sie kommen und wohin Sie unterwegs sind. Der Geist des Miteinanders der Menschen verschiedener Hautfarbe und Kultur wird Ihnen ins Blut übergehen, Ihre Seele und Ihr Herz berühren."
-Thembi Nyandeni

Die Swahiliwörter Uhuru (Freiheit) und Umoja (Einheit) sind seit den Zeiten des ostafrikanischen Unabhängigkeits-kampfes vor über vierzig Jahren Schlüsselwörter. UMOJA nutzt die Macht der Musik und des Tanzes, um uns allen eine Botschaft der Liebe zu senden. Einheit und Solidarität sind unverzichtbare Elemente, um die Dinge ins Rollen zu bringen, wenn wir über afrikanische Politik, Geschäfte oder den Dialog zwischen den Kulturen reden. UMOJA macht das afrikanische Publikum stolz auf sein kulturelles Erbe. Und wir Wazungu haben die Möglichkeit, die Lebensweise der Anderen kennenzulernen und den Geist des Miteinanders zu atmen. Aber bei aller tieferen Bedeutung sollten wir zuguterletzt natürlich nicht das Wichtigste vergessen: Zwei Stunden Programm von UMOJA, das heißt zwei Stunden Leidenschaft, Begeisterung und Freude.. Lassen Sie sich die Begegnung mit UMOJA also auf keinen Fall entgehen, wenn sich auf ihrer Tournee oder in London die Gelegenheit dazu bietet.

Die Musik ist als Audio-CD erhältlich, und im 2004 erscheint die DVD zur Show.

Text und fotos:Copyright © Jacob Crawfurd - crawfurd.dk 1996-2017. All Rights Reserved.
Übersetzung aus dem Englischen von Dietmar Doering, Africa Positive

AFRICA POSITIVE Magazin ist in der Regel in den meisten Bahnhofsbuchhandlungen Deutschlands erhältlich. Sollten Sie unser Magazin im Moment nicht finden, fragen Sie den Verkäufer/in, ob es im deutschen oder im internationalen Sortiment eingeordnet ist. Sie können AFRICA POSITIVE natürlich auch selbst direkt beim Verlag bestellen: www.africa-positive.de

Umoja

More Weitere fotos: Umoja

 

 

Send this page to a friend

 

Top of page

 

 
 
 
 
 

 

 [ Home | Photos | Africa | Media Production | About me ]

  Copyright © Jacob Crawfurd - crawfurd.dk 1996-2017. All Rights Reserved.